Mein Symbol für innere Stärke
Thema: Resilienz
Emotionale Intensität: Niedrig
Format: Unterstützende Übung
Bezug zur Kernübung: Unterstützende Variante der Kernübung „Meine innere Welt, in der ich Frieden finde“ (kunstbasierte narrative Übung zur Förderung von Selbstwirksamkeit und Selbstregulation)
Quelle / Autor: Autoren des Toolkits. Inspiriert von kunstbasierten Praktiken zur Stärkung der Resilienz und zur narrativen Identitätsbildung.
Thema
Resilienz
Ebenfalls relevant für
Selbstwertgefühl, Motivation, Identität, Resilienz, Umgang mit Misserfolgen
Ziel (Lernschwerpunkt)
Den Teilnehmer*innen dabei helfen, persönliche innere Stärken zu erkennen, zu symbolisieren und eine emotionale Verbindung zu ihnen aufzubauen, die sie in der Schule, im Beruf oder bei Lernherausforderungen unterstützen.
Zielgruppe
Jugendliche (14–18) / junge Erwachsene (18–35)
Gruppengröße
6–25 Teilnehmer*innen
Dauer
45–75 Minuten
Benötigte Materialien
A4-Papier oder ausgedruckte Symbolvorlagen (optional)
Filzstifte, Buntstifte, Wachsmalstifte
Kugelschreiber
Optional: neutrale Hintergrundmusik (mit Einverständnis)
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Aufwärmphase & Einstimmung (10 Min.)
Einführung durch die/den Moderator*in:
„Jede*r von uns hat innere Stärken – Eigenschaften, Werte, Erinnerungen oder Fähigkeiten –, die uns helfen, weiterzumachen, auch wenn es mal schwierig wird. Heute wählen wir eine dieser Stärken und geben ihr ein Symbol, damit wir uns leichter daran erinnern und darauf zurückgreifen können, wenn wir in der Schule, bei der Arbeit oder beim Lernen vor Herausforderungen stehen.“ Sanfte Anregung zum Nachdenken:
Denk an einen Moment, in dem du nicht aufgegeben hast, obwohl es schwer war.
Was hat dir geholfen, weiterzumachen?
2. Kreative Aktivität – „Mein Symbol für innere Stärke“ (20–30 Min.)
Anleitung:
„Gestalte ein Symbol, das eine deiner inneren Stärken repräsentiert.
Es kann abstrakt oder konkret sein. Das Symbol muss nicht ‚schön‘ aussehen – es muss sich für dich nur richtig anfühlen.“ Du kannst Beispiele nennen, ohne ihnen eine bestimmte Bedeutung zuzuweisen:
Ein Baum (Wachstum, Geduld)
Ein Berg (Stabilität)
Eine Fackel (Hoffnung, Wissen)
Ein Herz (Fürsorge, Verbundenheit)
Ein Vogel (Freiheit, Mut)
Die Teilnehmer*innen können:
das Symbol zeichnen
ihm einen Namen geben
ein kurzes Motto oder einen Satz hinzufügen (optional)
3. Optionales Reflexionsschreiben (5–10 Min.)
Bitten Sie die Teilnehmer*innen, Folgendes aufzuschreiben:
Welche Stärke symbolisiert dieses Symbol?
Wann brauchst du diese Stärke in der Schule oder bei der Arbeit am meisten?
Inwiefern unterstützt dich dieses Symbol?
4. Austausch in Kleingruppen (10–20 Min.)
Empfohlenes Format: Gruppen zu je 3–4 Personen
Anregungen für den Austausch:
Was bedeutet dein Symbol für dich?
Inwiefern hat dir diese Stärke auf deinem Lern- oder Berufsweg geholfen?
Wie könntest du dich in einem schwierigen Moment an dieses Symbol erinnern?
Bitte beachten:
Der Austausch ist freiwillig
Zuhören ist wichtiger als Ratschläge der Bewertungen abzugeben
5. Abschluss & Zusammenfassung (5 Min.)
Abschluss durch den/die Moderator*in:
„Du hast nun ein Symbol, das etwas Wichtiges über dich aussagt.
Du kannst es bei Prüfungen, Vorstellungsgesprächen oder an stressigen Tagen vor Augen führen – als stille Erinnerung daran, wer Du bist.“
Optionale Reflexionsübung:
Die Teilnehmer*innen legen eine Hand auf oder neben ihr Symbol und atmen einmal langsam ein und aus.
Erwartete Ergebnisse (für die Teilnehmer*innen):
– Gesteigertes Bewusstsein für persönliche Stärken
– Stärkeres Selbstwertgefühl und Selbstwahrnehmung
– Ein symbolischer Anker für Motivation und Resilienz
– Weniger Selbstzweifel in schulischen oder beruflichen Kontexten
Hinweis zur traumainformierten Vorgehensweise:
– Vermeiden Sie es, Stärke mit Leid oder Schmerz in Verbindung zu bringen
– Betonen Sie, dass Stärke still, klein oder etwas ganz Gewöhnliches sein kann
– Vergleichen Sie keine Symbole und geben Sie den Stärken keine Rangfolge
– Lassen Sie die Teilnehmer*innen selbst über Tiefe und Bedeutung entscheiden
Anpassung (Kontext / interkulturell / Alter):
– Geeignet für Gruppen mit unterschiedlichen Sprachen
– Symbolvorlagen helfen jüngeren oder zögerlichen Teilnehmer*innen
– Kann für den Einsatz im Unterricht gekürzt werden
– Eignet sich gut für berufsbildende oder beschäftigungsorientierte Umgebungen
Empfehlungen für Moderierende:
– Vermeiden Sie „Warum“-Fragen; fragen Sie stattdessen nach „Wie” es diese Person unterstützen kann und „Was” es bedeutet
– Vermitteln Sie, dass Unsicherheit darüber, was es heisst „Stärken zu haben“, ganz normal ist
– Betonen Sie Eigenverantwortung: Dieses Symbol gehört Ihnen
– Verbinden Sie die Verwendung des Symbols mit Situationen aus dem Alltag (Prüfungen, Vorstellungsgespräche, Fristen)