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Erdung & Selbstberuhigung (optional)

Thema: Resilienz

Emotionale Intensität: NIEDRIG

Format: Unterstützende Übung

Quelle / Autor: „Butterfly Hug“-Technik – Artigas & Jarero (2014), angepasst an traumainformierte Moderationsprinzipien


Thema

Resilienz

Ebenfalls relevant für

Resilienz, psychische Gesundheit, Emotionsregulation, Gemeinschaft & Inklusion

Ziel (Lernschwerpunkt)

Den Teilnehmer*innen eine sanfte, optionale Übung zur Selbstberuhigung anbieten, die am Ende einer Sitzung oder nach emotional anspruchsvollen Aktivitäten zur Erdung, emotionalen Regulierung und einem Gefühl der Sicherheit beitragen kann.

Zielgruppe

Jugendliche (14–18) / Junge Erwachsene (18–35)

Gruppengröße

Beliebig (einzeln oder in der Gruppe)

Dauer

 5–10 Minuten

Benötigte Materialien

Keine (ruhiger Raum empfohlen)


Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Einführung & Einwilligung (1–2 Min.)
    Erklären Sie, dass es sich hierbei um eine optionale Übung zur Erdung handelt. Die Teilnehmenden können mitmachen, die Übung anpassen oder einfach nur zuschauen.

  2. Selbstregulierende Bewegung (3–5 Min.)
    Laden Sie die Teilnehmer*innen ein, die Arme sanft vor der Brust zu verschränken oder die Hände in eine beliebige bequeme Position zu bringen. Leiten Sie langsames, abwechselndes Klopfen oder sanften Druck an, gepaart mit natürlicher Atmung. Betonen Sie, dass das Wohlbefinden wichtiger ist als die Technik.

  3. Erdung durch Körperwahrnehmung (2–3 Min.)
    Laden Sie die Teilnehmer*innen dazu ein, ihre Aufmerksamkeit auf konkrete körperliche Empfindungen zu richten (die Füße am Boden, den Kontakt mit dem Stuhl oder den eigenen Atem). Vermeiden Sie Visualisierungen sowie eine vertiefte Auseinandersetzung mit Gefühlen.

  4. Abschluss (1–2 Min.)
    Lenken Sie die Aufmerksamkeit der Gruppe behutsam zurück auf den Raum und das gegenwärtige Umfeld, lassen Sie gegebenenfalls einen Moment der Stille oder eine kurze verbale Zusammenfassung zu.


Erwartete Ergebnisse (für die Teilnehmer*innen):

– Gesteigertes Gefühl der Ruhe oder Stabilität
– Bewusstsein für eine einfache Möglichkeit zur Selbstberuhigung
– Das Gefühl, unterstützt zu werden, ohne unter Druck zu stehen, sich mitzuteilen

Hinweis zur traumainformierten Vorgehensweise:

– Diese Übung ist optional und möglicherweise nicht für jede*n geeignet
– Vermeiden Sie es, bestimmte Atemmuster oder emotionale Schwerpunkte vorzugeben
– Die Teilnehmenden sollten die Übung jederzeit unterbrechen oder anpassen können
– Es ist weder Austausch noch Reflexion erforderlich

Anpassung (Kontext / interkulturell / Alter):

Kann als Einzelübung oder als Gruppenübung angeboten werden.
Bei jüngeren Teilnehmer*innen sollte die Anleitung minimal und spielerisch gehalten werden.
Erklären Sie Erwachsenen, dass Selbstberuhigung über diese Übung hinaus viele Formen annehmen kann.

Empfehlungen für Moderierende:

Stellen Sie dies als eine mögliche Option dar, nicht als Lösung. Vermitteln Sie, dass verschiedene Menschen sich auf unterschiedliche Weise selbst regulieren. Legen Sie stets Wert auf Einverständnis und Wahlfreiheit.

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