Erdungskreis – Zurück in die Gegenwart
Thema: Resilienz
Emotionale Intensität: NIEDRIG
Format: Unterstützende Übung
Quelle / Autor: In Anlehnung an Erdungs - und Achtsamkeitspraktiken der Open Dialogue Foundation
Thema
Resilienz
Ebenfalls relevant für
Resilienz, Angst, Gemeinschaft & Inklusion & Erdungstechniken
Ziel (Lernschwerpunkt)
Die Teilnehmer*innen dabei unterstützen, durch einfache Erdungsübungen in Momenten von Stress oder emotionaler Erregung wieder ein Gefühl der Ruhe, Präsenz und Kontrolle zu erlangen.
Zielgruppe
Jugendliche (14–18) / Junge Erwachsene (18–35)
Gruppengröße
Beliebig (einzeln oder in der Gruppe)
Dauer
15–25 Minuten
Benötigte Materialien
Ruhiger Raum; Stühle oder Matten (optional); Timer
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Einführung & Auswahl (2 Min.)
Erklären Sie kurz, dass Erdungsübungen dabei helfen, die Aufmerksamkeit wieder auf den gegenwärtigen Moment zu lenken.
Betonen Sie, dass die Teilnahme freiwillig ist und die Übungen angepasst oder übersprungen werden können.Sanfte Achtsamkeit auf den Atem (3–5 Min.)
Laden Sie die Teilnehmer*innen ein, ihre natürliche Atmung wahrzunehmen, ohne sie zu verändern.
Schlagen Sie optional langsame, angenehme Atemzüge vor – ohne zu zählen oder den Atem anzuhalten.Erdung durch die Sinne (5–10 Min.)
Leiten Sie die 5–4–3–2–1-Methode an:
– 5 Dinge, die Du sehen kannst
– 4 Dinge, die Du hören kannst
– 3 Dinge, die Du in Deinem Körper oder durch Berührung spüren kannst
– 2 Dinge, die Du riechen kannst
– 1 Sache, die sich gerade neutral oder unterstützend anfühltRuhiger Abschluss (3–5 Min.)
Bitten Sie die Teilnehmer*innen, ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Raum zu richten. Das Teilen von Reflexionen ist optional; Schweigen ist in Ordnung. Sie können erwägen, dies mit kurzen Reflexionsfragen zu verbinden („Was hat sich in Deinem Körper verändert?“)
Erwartete Ergebnisse (für die Teilnehmer*innen):
– Verringerte emotionale Intensität oder Angst
– Verbesserte Konzentration und Präsenz
– Zugang zu einem einfachen Instrument zur Selbstregulierung
Hinweis zur traumainformierten Vorgehensweise:
– Vermeiden Sie es, Atemmuster vorzugeben oder die Teilnehmer*innen aufzufordern, den Atem anzuhalten
– Es ist kein persönlicher Austausch erforderlich
– Die Teilnehmer*innen können die Übung jederzeit unterbrechen oder anpassen
Anpassung (Kontext / interkulturell / Alter):
Für jüngere Teilnehmer*innen sollte die Übung verkürzt und die Sprache spielerisch gehalten werden.
Erklären Sie Fachkräften kurz, wann und warum Erdungsübungen in der Gruppenarbeit nützlich sind.
Empfehlungen für Moderierende:
Sprechen Sie mit ruhiger, gleichmäßiger Stimme und in gemächlichem Tempo. Vermeiden Sie Interpretationen oder Diskussionen über emotionale Inhalte. Konzentrieren Sie sich auf Sicherheit, Wahlmöglichkeiten und Regulierung.