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Methoden

Diese Seite bringt alle Methoden zusammen, die in diesem Methodenset enthalten sind. Sie sind in drei Formate gegliedert — Unterstützende Übungen, Kernübungen und Erweiterte Workshops — die jeweils für unterschiedliche Tiefen, Zeitrahmen und Facilitationserfahrungen konzipiert sind.

Wie verwendet man die verschiedenen Formate?

Unterstützende Übungen sind kurze, niedrigschwellige Aktivitäten, die Gruppen dabei helfen sollen, sich sicherer, verbundener und emotional regulierter zu fühlen. Sie zielen nicht darauf ab, Themen tiefgehend zu erforschen, sondern die Teilnehmenden vor, während oder nach anspruchsvolleren Sitzungen zu unterstützen.

Diese Übungen können verwendet werden:

  • zu Beginn eines Treffens, um behutsam Verbindung und Präsenz aufzubauen,

  • zwischen Aktivitäten, um Fokus und Balance wiederherzustellen,

  • oder am Ende einer Sitzung, um Erdung und Abschluss zu unterstützen.

Unterstützende Übungen sind besonders nützlich bei der Arbeit mit neu gebildeten Gruppen, in interkulturellen oder mehrsprachigen Settings oder mit Teilnehmenden, die von Stress, Vertreibung oder Unsicherheit betroffen sind.

Alle unterstützenden Übungen folgen traumainformierten Prinzipien: Die Teilnahme ist freiwillig, Beobachten ist eine gültige Form der Beteiligung, persönliches Teilen ist nie erforderlich, und Facilitator*innen werden ermutigt, Wahlmöglichkeiten, Tempo und Sicherheit über Ergebnisse zu stellen.

Facilitator*innen sind eingeladen, diese Übungen basierend auf den Bedürfnissen der Gruppe und dem Kontext der Sitzung auszuwählen, zu kürzen, anzupassen oder wegzulassen.

Kernübungen sind Aktivitäten, die entweder als eigenständige Sitzungen oder als Teil längerer Programme, Workshops oder Lernprozesse eingesetzt werden können. Sie ermöglichen eine flexible Umsetzung und können in der Regel an verschiedene Zeitrahmen angepasst werden, bis zu etwa 120 Minuten. Facilitator*innen sollten jedoch vermeiden, den Prozess zu überstürzen. Die Dauer sollte entsprechend der Gruppengröße, dem Vertrauensniveau in der Gruppe und der emotionalen Intensität des Themas angepasst werden. Es sollte stets ausreichend Zeit für Reflexion, Erdung und Stressabbau nach der Aktivität eingeplant werden.

Erweiterte Workshops in diesem Methodenset sind als tiefe, prozessbasierte Lernformate konzipiert und nicht als eigenständige Aktivitäten oder Übungen. Sie arbeiten mit den gelebten Erfahrungen, Emotionen, Werten und der Sinnfindung der Teilnehmenden und erfordern daher Zeit, Vertrauen und ethische Facilitation.

Jeder erweiterte Workshop folgt einem klaren internen Bogen — von Orientierung und emotionaler Sicherheit über einen zentralen Erfahrungsprozess bis hin zu Reflexion, Erdung und Integration. Diese Formate sind besonders relevant in Kontexten von Vertreibung, Konflikt, Trauma oder sozialer Spannung, wo Lernen nicht überstürzt werden kann und psychologische Sicherheit unerlässlich ist.

Erweiterte Workshops können nicht sinnvoll gekürzt oder fragmentiert werden; sie sind dazu gedacht, Raum für Transformation, kollektive Sinnfindung und verkörpertes Lernen zu halten, mit Aufmerksamkeit für Nachsorge und das Wohlbefinden der Teilnehmenden.


Bevor Sie eine der Methoden ausprobieren, empfehlen wir dringend, die Anleitung zur Schaffung eines sicheren Raums durchzugehen.

Lesen Sie mehr über die Schaffung eines sicheren Raums

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