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Stressbewältigung und Aufbau innerer Stabilität

Thema: Resilienz

Emotionale Intensität: NIEDRIG

Format: Unterstützende Übung

Wichtige Hinweise: Diese Übung kann als Vorbereitung oder Nachbereitung zu emotional intensiven Aktivitäten verwendet werden. Sie steht nicht direkt in Bezug zum Thema, kann aber als unterstützendes Element eingesetzt werden.

Quelle / Autor: Adaptiert von der Open Dialogue Foundation


Thema

Resilienz

Ebenfalls relevant für:

Behörden und Institutionen, psychische Gesundheit und alle anderen Themen

Ziel (Lernschwerpunkt):

Die Teilnehmenden dabei unterstützen, Stressreaktionen wahrzunehmen und einfache Selbstregulierungstechniken zu üben, um ein Gefühl der Stabilität und Kontrolle wiederherzustellen.

Zielgruppe:

Jugendliche (14–18) / Junge Erwachsene (18–30)

Gruppengröße:

6–20 Teilnehmer*innen

Dauer:

20–45 Minuten (flexibel)

Benötigte Materialien:

Papier, Stifte, Stühle oder Matten (optional)


Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Ankunft & Einstimmung (5 Min.)
    Bitten Sie die Teilnehmer*innen, es sich bequem zu machen und ein paar Mal langsam zu atmen.

  2. Körperwahrnehmung (10 Min.)
    Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf gegenwärtige körperliche Empfindungen. Die Teilnehmenden entscheiden selbst, worauf sie ihre Aufmerksamkeit richten möchten.
    Zeichnen oder stilles Beobachten – das Teilen der Ergebnisse ist optional.

  3. Einfache Regulierungstechniken (10–15 Min.)
    Üben Sie 1–2 Techniken (Atmung, Erdung, sensorische Wahrnehmung).

  4. Optionaler Austausch zu zweit oder Reflexion (5–10 Min.)
    Konzentrieren Sie sich darauf, was hilft, nicht auf den Stress selbst.


Erwartete Ergebnisse (für die Teilnehmer*innen):

– Gesteigertes Bewusstsein für Körpersignale
– Zugang zu einfachen Beruhigungsstrategien
– Ein stärkeres Gefühl von Stabilität und innerer Ausgeglichenheit

Hinweis zur traumainformierten Vorgehensweise:

– Vermeiden Sie es, den Fokus auf eine detaillierte Verortung oder Stressanalysen zu legen
– Die Teilnahme und der Austausch sind freiwillig
– Legen Sie den Schwerpunkt eher auf Körperempfindungen und Ressourcen als auf die Ursachen von Stress

Anpassung (Kontext / interkulturell / Alter):

Kann vor oder nach emotional intensiven Aktivitäten eingesetzt werden.
Bei jüngeren Gruppen die Reflexion verkürzen und die Übungen spielerisch gestalten.

Empfehlungen für Moderierende:

Stellen Sie Stress als individuelle und berechtigte Erfahrung dar. Vermeiden Sie Wertungen oder Vergleiche. Konzentrieren Sie sich auf Wahlmöglichkeiten, das eigene Tempo und die Normalisierung.


Vor der Umsetzung zu beachtende Punkte:

  • Aufgrund früherer Durchführungen ist zu beachten, dass das Zeichnen bei Mitgliedern stärker marginalisierter Gemeinschaften nicht gut funktionierte. Der Akt des Zeichnens verursachte eher Stress („Ich bin nicht talentiert“) als Erleichterung. Achten Sie darauf, die Methoden an die Gruppe anzupassen, mit der Sie arbeiten – nicht alle Methoden sind für jeden geeignet.

  • Atemtechniken wurden zu Beginn skeptisch aufgenommen, erwiesen sich am Ende jedoch als sehr nützliches Instrument; die Teilnehmenden freuten sich über ein neue Methode zum Stressmanagement. Bei der Durchführung ist zu beachten, dass die Atemübung bei älteren Männern (ab 20 Jahren) aus der transkarpatischen Roma-Gemeinschaft nicht funktionierte. Diese Übung war für sie eher frustrierend und verursachte mehr Stress als Erleichterung. Im Gegensatz dazu funktionierte sie bei Frauen gut.

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