Sanfte Bewegung & Präsenz
Thema: Resilienz
Emotionale Intensität: NIEDRIG
Format: Unterstützende Übung
Quelle / Autor: In Anlehnung an bewegungsbasierte Methoden der Gruppenmoderation (u. a. Südwind-Konzept)
Thema
Resilienz
Ebenfalls relevant für
Psychische Gesundheit, interkulturelles Lernen
Ziel (Lernschwerpunkt)
Die Teilnehmer*innen dabei unterstützen, durch einfache Bewegungsaktivitäten ohne Leistungsdruck eine stärkere Verbindung zum eigenen Körper, zum gemeinsamen Raum und zueinander herzustellen sowie Präsenz und nonverbale Kommunikation zu fördern.
Zielgruppe
Jugendliche (14–18) / Junge Erwachsene (18–30)
Gruppengröße
6–20 Teilnehmer*innen
Dauer
20–40 Minuten (flexibel, modular)
Benötigte Materialien
Geräumiger Raum; Stühle im Kreis angeordnet (optional)
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Namens- und Bewegungskreis (5–10 Min.)
Die Teilnehmer*innen stellen sich im Kreis auf. Jede Person nennt seinen/ihren Namen und führt dabei eine einfache Bewegung oder Pose aus. Der/die nächste Teilnehmer*in wiederholt die bisherigen Namen und Bewegungen, bevor er/sie seinen/ihren eigenen hinzufügt. (Ermutigen Sie zu Einfachheit; es wird keine „Darbietung“ erwartet.)Gruppenspiegel (5–10 Min.)
Ein*e Teilnehmer*in führt langsame, einfache Bewegungen vor, während die anderen diese nachahmen. Wechseln Sie nach kurzer Zeit den/die Vorführer*in. Konzentrieren sie sich auf Aufmerksamkeit, Synchronisation und nonverbale Verbindung.Standbild (optional, 10–15 Min.)
In kleinen Gruppen (3–4 Personen) gestalten die Teilnehmer*innen gemeinsam ein Standbild zu einem übergreifenden Thema (z. B. Zugehörigkeit, Inklusion, Unterstützung) erstarrt ist. Es findet keine vorherige Besprechung statt – die Teilnehmer*innen schließen sich nacheinander an und ergänzen, was ihrer Meinung nach fehlt. Nach der Beobachtung laden Sie zu einem kurzen Austausch darüber ein, was wahrgenommen und beabsichtigt wurde.
Erwartete Ergebnisse (für die Teilnehmer*innen):
– Gesteigertes Gefühl der Präsenz und Körperwahrnehmung
– Sanfter Gruppenzusammenhalt ohne Druck, sich äußern zu müssen
– Erfahrung von Inklusion durch nonverbalen Ausdruck
Hinweis zur traumainformierten Vorgehensweise:
– Die Teilnahme ist freiwillig; Teilnehmer*innen können auch nur zuschauen, anstatt aktiv mitzumachen
– Körperkontakt sollte vermieden werden, sofern nicht ausdrücklich vereinbart
– Legen Sie Wert auf Entschleunigung, Wahlmöglichkeiten und Selbstregulierung
Anpassung (Kontext / interkulturell / Alter):
Geeignet für neu gebildete Gruppen und interkulturelle Umgebungen.
Bei jüngeren Teilnehmer*innen sollten die Bewegungen spielerisch und kurz gehalten werden.
Bei Erwachsenen die Reflexion gegebenenfalls etwas ausweiten.
Empfehlungen für Moderierende:
Vermitteln Sie Ruhe und Einfachheit. Vermeiden Sie ein schnelles Tempo oder wettbewerbsorientierte Elemente. Machen Sie deutlich, dass es keine „richtige“ Art gibt, sich zu bewegen.