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Artistic oder Dixit Karten

Thema: Familie & Zuhause

Emotionale Intensität: MITTEL

Format: Unterstützende Übung

Quelle / Autor: Basierend auf Praktiken, die von Migration Aid entwickelt und durch Workshops und Festivals in verschiedenen Kontexten angepasst wurden.


Thema

Familie & Zuhause

Ebenfalls relevant für

Emotionaler Ausdruck, Zugehörigkeit, Wohlbefinden, Identität

Ziel (Lernschwerpunkt)

Den Teilnehmenden eine sichere und kreative Möglichkeit bieten, persönliche Bedeutungen von Familie und Zuhause durch Metaphern und visuelle Symbole zu erkunden, und dabei den Selbstausdruck zu fördern, ohne den Druck, schwierige Erfahrungen in Worte fassen zu müssen.

Zielgruppe

Jugendliche (14–18) / Junge Erwachsene (18–35)

Gruppengröße

4–15 Teilnehmende

Dauer

40–60 Minuten

Benötigte Materialien

Dixit-Karten oder ähnliche metaphorische / assoziative Bildkarten

Tisch oder ebene Fläche (oder Platz auf dem Boden)

Optional: Papier und Stifte für Notizen oder Reflexionen


Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Vorbereitung des Raums (5–10 Min.)
    Bitten Sie die Teilnehmenden, sich bequem im Kreis um die Karten herum zu setzen.
    Erklären Sie kurz, dass die Übung mit Bildern und Metaphern arbeitet – es gibt keine richtigen oder falschen Interpretationen. Betonen Sie die Freiwilligkeit: Das Teilen  von Erfahrungen ist immer freiwillig.

  2. Einführung in die Konzepte (5 Min.)
    Die/der Moderator*in stellt vorab ausgewählte, neutrale oder ressourcenorientierte Begriffe vor, zum Beispiel: Zuhause, Familie, Sicherheit, Zugehörigkeit, Unterstützung, Ort der Stärke, Verbundenheit, Erinnerung. Erläutern Sie, warum diese Begriffe ausgewählt wurden, und weisen Sie die Teilnehmenden darauf hin, dass sie einen Begriff überspringen oder ändern können, wenn sie sich dabei unwohl fühlen.

  3. Kartenauswahl (5 Min.)
    Die Teilnehmenden wählen eine oder mehrere Karten aus, die für sie die Bedeutung des jeweiligen Begriffs verkörpern. Geben Sie den Teilnehmenden einige Minuten Zeit, um in Ruhe nachzudenken.

  4. Austausch (15–25 Min.)
    Teilnehmende, die sich äußern möchten, stellen kurz ihre Karte(n) und Assoziationen vor. Ermutigen Sie zu aufmerksamem Zuhören. Der/die Moderator*in sorgt für eine wertfreie Atmosphäre und interpretiert die Geschichten der Teilnehmenden nicht.

  5. Abschluss & Zusammenfassung (5–10 Min.)
    Laden Sie zu einer kurzen Reflexion ein, zum Beispiel:

Was hat Sie bei dieser Übung unterstützt?

Was möchten Sie aus dieser Reflexion mitnehmen?
Beenden Sie die Übung mit einem kurzen Moment der Erdung (z. B. die Füße auf dem Boden wahrnehmen, einen ruhigen Atemzug nehmen). Sie können auch auf andere Erdungsübungen im Toolkit verweisen.


Erwartete Ergebnisse (für die Teilnehmer*innen):

– Leichterer Ausdruck von Gefühlen durch nonverbale Mittel
– Gesteigertes Gefühl von Sicherheit, Verbundenheit und Zugehörigkeit
– Weniger Angst beim Ansprechen persönlicher Themen
– Anerkennung vielfältiger Erfahrungen und Perspektiven

Hinweis zur traumainformierten Vorgehensweise:

Vermeiden Sie es, Teilnehmenden ohne vorherige Wahlmöglichkeit potenziell belastende oder emotional stark aufgeladene Begriffe oder Themen zuzuweisen

Verwenden Sie grundsätzlich neutrale oder ressourcenorientierte Begriffe und Themen

Erläutern Sie vor Beginn den Zweck der Übung und weisen Sie darauf hin, dass einzelne Inhalte als sensibel empfunden werden können

Die Teilnahme sowie das Teilen persönlicher Erfahrungen sind jederzeit freiwillig

Achten Sie auf mögliche Anzeichen von Überforderung und bieten Sie bei Bedarf eine kurze Erdungs- oder Stabilisierungsübung an

Anpassung (Kontext / interkulturell / Alter):

Geeignet für verschiedene Altersgruppen und kulturelle Kontexte

Die Konzepte können an die Bedürfnisse der Gruppe oder den Schwerpunkt der Sitzung angepasst werden. Aus früheren Durchführungen haben wir abgeleitet, dass die Übung in kleineren Gruppen (n=5) besser funktioniert; der Austausch war dort tiefer und introspektiver. In größeren Gruppen (n=12) stieg das Energieniveau, und symbolische Überschneidungen verdeutlichten gemeinsame kollektive Anliegen.

Für erfahrene Moderator*innen und gut eingespielte Gruppen können tiefgreifendere Konzepte vorsichtig eingeführt werden

Empfehlungen für Moderierende:

Leben Sie Offenheit und ruhige Präsenz vor

Vermeiden Sie Verallgemeinerungen oder Vergleiche von Erfahrungen

Bestätigen Sie unterschiedliche Erzählungen, ohne sie zu interpretieren oder zu korrigieren

Sorgen Sie für einen klaren Abschluss, um die emotionale Verarbeitung zu unterstützen

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