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Wichtiger Hinweis zu Atemübungen!

Atemübungen sind weithin als wirkungsvolle Instrumente zur Erdung, zur Steigerung der Körperwahrnehmung und zur Rückkehr in einen regulierten Zustand anerkannt. Sie sind besonders hilfreich für die Entwicklung von Achtsamkeit und die erneute Verbindung mit der eigenen körperlichen Präsenz.

Bei der Arbeit mit Teilnehmer*innen, die kürzlich einen Verlust erlebt haben, ist es jedoch entscheidend, potenzielle Risiken zu berücksichtigen. In frühen Phasen der Trauer können Atemübungen unbeabsichtigt traumatische Bilder oder emotionale Flashbacks auslösen. Manche Menschen können beispielsweise tiefes Atmen mit dem Bild des atemlosen Körpers eines geliebten Menschen verbinden, was eher zu Retraumatisierung als zu Erleichterung führen kann.

Da jeder Fall einzigartig ist und die Reaktionen unterschiedlich ausfallen, werden Moderator*innen nachdrücklich dazu ermutigt, die emotionale Verfassung der Gruppe einzuschätzen, bevor sie Atemübungen einführen. Bieten Sie im Zweifelsfall freiwillige Teilnahmeoptionen oder Alternativen an, die statt atemfokussierter Techniken Erdung über die Sinne einbeziehen (z. B. Berührung, Geräusche, visuelle Reize).

Gehen Sie dabei bitte sorgfältig und sensibel vor.

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