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Warum das Aussteigen aus der Rolle vor der Reflexion wesentlich ist und wie es durchgeführt wird

Rollenspiele können starke Emotionen hervorrufen, frühere Erfahrungen aktivieren oder Teilnehmer*innen in herausfordernde Perspektiven versetzen. Bevor zur Reflexion oder Nachbesprechung übergegangen wird, ist es entscheidend, bewusst aus der Rolle auszusteigen, um zur eigenen Identität und zum eigenen emotionalen Zustand zurückzukehren. Dies hilft, emotionale Überlastung, Verwirrung zwischen Rolle und eigener Person oder das Mitnehmen verbleibender Belastung in die Gruppendiskussion zu vermeiden. Durch das Aussteigen aus der Rolle können Teilnehmer*innen klarer, sicherer und mit stärkerer Emotionsregulation reflektieren.

Durchführung: einfache Techniken zum Aussteigen aus der Rolle

Hier sind einige sanfte Möglichkeiten, die Gruppe aus der Rolle herauszuführen:

  • Körperliche Geste: Bitten Sie die Teilnehmer*innen, einen Schal, ein Namensschild oder eine imaginäre „Maske“ abzunehmen und laut zu sagen: „Ich bin [Name], und ich steige aus dieser Rolle aus.“

  • Bewegung zum Abschütteln: Laden Sie alle ein, aufzustehen, sich zu strecken und Arme und Beine auszuschütteln, um verbleibende Energie aus der Rolle loszulassen.

  • Atmung und Erdung: Atmen Sie gemeinsam einige Male tief ein und aus, legen Sie die Hände auf den Körper (Herz oder Bauch) und richten Sie die Aufmerksamkeit wieder auf den gegenwärtigen Moment.

  • Visualisierung: Stellen Sie sich vor, aus einem Kostüm herauszutreten und es an einen Haken zu hängen, sodass die Figur zurückgelassen wird.

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