Do No Harm und traumainformierter Ansatz
Alle Aktivitäten in diesem Toolkit basieren auf dem Do-No-Harm-Prinzip und einem traumainformierten Ansatz. Das bedeutet, dass die Moderation von dem Verständnis geleitet wird, dass:
Viele Teilnehmer*innen sichtbare oder unsichtbare Traumata mit sich tragen können
Moderator*innen nicht immer wissen können, was jemand erlebt hat
Gut gemeinte Aktivitäten Schaden verursachen können, wenn die emotionale Sicherheit nicht aktiv geschützt wird.
Ein traumainformierter Ansatz macht Moderator*innen nicht zu Therapeut*innen. Er stellt sicher, dass Prozesse so gestaltet und gehalten werden, dass sie das Risiko einer Retraumatisierung verringern, persönliche Grenzen respektieren und Regulation statt emotionaler Überlastung unterstützen.
In der Praxis bedeutet dies:
Teilnehmer*innen werden niemals gezwungen, persönliche oder schmerzhafte Erfahrungen zu teilen;
emotionale Intensität wird nicht als Erfolgsindikator betrachtet;
Moderator*innen priorisieren Begrenzung, Tempo und Erdung gegenüber „Tiefe“;
Nichtteilnahme, Pausen oder eine Anpassung der Teilnahme sind jederzeit akzeptabel.