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Was wir unter einem „sicheren Raum“ verstehen

Im Kontext dieses Toolkits ist ein sicherer Raum:

  • Psychologisch sicher – Teilnehmer*innen haben das Gefühl, sprechen, schweigen oder sich zurückziehen zu können, ohne bestraft oder verurteilt zu werden.

  • Ethisch fundiert – Einwilligung, Vertraulichkeit und die Achtung von Grenzen sind nicht verhandelbar.

  • Relational – Sicherheit wird durch Vertrauen, Präsenz und das Verhalten der Moderator*innen gemeinsam geschaffen und nicht allein durch Regeln garantiert.

  • Dynamisch – Sicherheit wird während des gesamten Prozesses kontinuierlich beobachtet und angepasst und nicht einmal zu Beginn „festgelegt“.

Die Schaffung eines solchen Raums ist eine aktive Verantwortung der Moderation und keine einmalige Anweisung.

Die Schaffung eines solchen Raumes ist eine aktive Facilitationsverantwortung, keine einmalige Anweisung!


Grundprinzipien für die Schaffung von Sicherheit:

Wahlfreiheit und Einwilligung

Die Teilnahme ist immer freiwillig. Teilnehmer*innen können:

  • wählen, wie tief sie sich einbringen;

  • Fragen oder Aktivitäten auslassen;

  • jederzeit aufhören, pausieren oder den Raum verlassen.

Schweigen, Beobachtung und nonverbale Teilnahme sind gültige Formen der Beteiligung.

Klare Rahmung und Transparenz

Zu Beginn jeder Sitzung erklären Moderator*innen klar:

  • den Zweck des Prozesses;

  • was die Teilnehmer*innen erwarten können;

  • wozu der Raum nicht dienen soll (z. B. Therapie, Beichte, Debatte, Dokumentation).

Diese Orientierung unterstützt Regulation und verringert Angst.

Vertraulichkeit und Grenzen

Was im Raum geteilt wird, bleibt im Raum.

Die Teilnehmer*innen werden daran erinnert:

  • aus der eigenen Erfahrung zu sprechen;

  • die Geschichten anderer nicht außerhalb der Gruppe weiterzugeben;

  • dass niemand der Gruppe eine persönliche Geschichte schuldet.

Die Aufzeichnung, das Filmen oder Fotografieren von Prozessen wird nicht empfohlen, insbesondere bei Gruppen, die sich zum ersten Mal treffen, oder bei Gruppen mit hoher Sensibilität, sofern nicht alle Beteiligten ausdrücklich eingewilligt haben.

Emotionsregulation vor Intensität

Tiefe ist nicht gleichbedeutend mit Schaden. Moderator*innen:

  • beobachten emotionale Eskalation;

  • normalisieren Pausen und Unterbrechungen;

  • lenken von grafischen oder retraumatisierenden Details hin zu Bedeutung, Werten und Ressourcen.

Das Ziel ist Containment und Integration, nicht emotionale Überlastung.

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