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Kolbs Lernzyklus: Lernen durch Erfahrung

Viele Aktivitäten in diesem Toolkit orientieren sich an David Kolbs erfahrungsbasiertem Lernzyklus, der vier miteinander verbundene Phasen umfasst:

Konkrete Erfahrung – Teilnahme an einer Aktivität oder Interaktion.

Reflektierende Beobachtung – Wahrnehmen von Gefühlen, Reaktionen und Antworten.

Abstrakte Konzeptualisierung – Bedeutung herstellen sowie Muster oder Werte identifizieren.

Aktive Anwendung – Übertragung von Erkenntnissen in den Alltag.


Bei traumainformierter Arbeit ist es wesentlich, Folgendes zu beachten:

  • Nicht alle Teilnehmer*innen müssen oder möchten alle Phasen durchlaufen;

  • Reflexion und Regulation können ausreichende Ergebnisse sein;

  • „Anwendung“ kann eine gesteigerte Selbstwahrnehmung oder das Erkennen eines Unterstützungsbedarfs bedeuten und muss keine Handlung sein.


Planung als zyklischer Prozess

Die Planung von Bildungsaktivitäten ist keine lineare Abfolge, sondern ein lebendiger Zyklus, der Folgendes umfasst:

  • Vorbereitung,

  • Durchführung,

  • kontinuierliche Beobachtung der Gruppendynamik und des emotionalen Klimas,

  • Anpassung während des Prozesses,

  • Reflexion und Auswertung im Anschluss.


Die Beobachtung kann zeigen, dass es notwendig ist:

  • langsamer vorzugehen oder das Tempo zu ändern,

  • Aktivitäten anzupassen,

  • oder zur Analyse und erneuten Planung zurückzukehren.

Dies ist kein Scheitern – es ist ein Zeichen verantwortungsvoller, reaktionsfähiger Moderation.

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